Verfasst von: ekirlu | Juli 12, 2009

Von Seminaren und Flow

Letztes Semester hat mich das Seminar „Didatik des Imformatikunterrichts“ nicht einfach nur begeistert, viel mehr wurde ich angesteckt und bin bis heute nachhaltig an Web 2.0 und diversen Unterrichtsmethoden, die sich in diesem Zusammenhang einsetzen lassen, erkrankt. Ich kann mir nicht mehr vorstellen einfachen frontalen Unterricht als Allheilmittel einzusetzen. Es ist immer der Phasenwechsel, der Unterricht spannend macht. Ein weiteres Seminar, „Individualiserstes Lernen“ hat mich sensibel gemacht dafür, wie Unterricht an Schülern orientiert Spaß und Wissenserwerb für Schüler und Lehrer bringt.

Dann startete das Sommersemester ‘09 und damit das Seminar „Computereinsatz in der Schule„. Wochenlang habe ich mich darauf gefreut und war sehr sehr gespannt auf die Dinge die kommen mögen. Und dann war ich enttäuscht. Es kam nicht in Fahrt. Es lief nicht. Nichts funktionierte.

Heute weiß ich warum:

  • Informatik ist eine Hilfswissenschaft, die sich am Besten an Inhalten vermitteln lässt. Man sucht ein Thema und bereitet es auf. Dazu stehen einem verschiedene Wege zur Verfügung. Zum Beispiel der Weg über das Web 2.0. Bei der Planung unseres Workshops fehlte uns lange ein Inhalt, an dem wir das Web 2.0 mit Vorteilen und Tücken vermitteln können. Wir drehten uns im Kreis. Bei allen anderen Gruppen, so schien es, ging es voran und bei uns nicht.
  • Dadurch, dass die Teilnehmer des Seminars sehr schnell in kleine Gruppen aufgeteilt wurden (weil jede ein eigenes Projekt bearbeitet) fand kaum Austausch über die Seminarsitzungen hinaus statt. Ich fühlte mich ein Stück allein auf weiter Flur.

Jetzt läuft unser Projekt mit der U3GU endlich an. Wir planen als Großgruppe das Lernfestival, wir kommunizieren wieder. Ich bin auf Input angewiesen um Output geben zu können. Es läuft für mich jetzt richtig gut.

Als Fazit kann ich sagen:

Im Seminar „Computereinsatz in der Schule“ erlebe ich einen Flow. Ich habe Spaß am Arbeiten. Endlich!


Antworten

  1. Hi Ulrike, vielen Dank für diesen aufschlussreichen Blog-Artikel. Was meinst du: Was kann ich beim nächsten Mal besser machen? Oder vielleicht liegt es in der Natur der Sache, und es kann einfach passieren, dass es am Anfang „schleppt“?

  2. Zum einen kann es sich einfach manchmal schleppen. Bei uns liegt einiges Team-intern begründet. Wir sind einfach alle sehr eingesapnnt und der Termin schien sehr lange hin.

    Zum anderen würde ich mir im Nachhinein wünschen, wir wären das Lernfestival früher angegangen. Es hätte die Gruppe enger zusammengschweißt und es hätten auch andere Teams zusammen gearbeitet. Wie hätten uns so stärker ausgetauscht – mehr Input – mehr Output.

  3. Ah, ok. D.h. in Lehrveranstaltungen, in denen die Teilnehmer sich in einzelne Teams aufspalten, benötigt man auch etwas „Kitt“. Sehr guter Hinweis!!

  4. Ja, Kitt ist total wichtig für uns. Ich habe mich mit den anderen kurzgschlossen. Was den Kitt angeht, sind sie derselben Meinung.


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