Es gibt viele Bereiche in meinem Leben, die mich erfüllen. So bin ich Vollblut Frau, Mutter, Freundin, Studentin, Geliebte, je nach Tag in unterschiedlicher Ausprägung. Für alle diese „Ulrikes“ gibt es Zeit, für all diese „Ulrikes“ nehme ich mir Zeit. Eine kann ohne die andere nicht bestehen. Jede hat ihre Berechtigung und jede verdient Aufmerksamkeit. Wenn ich also etwas anfange, dann mache ich es auch richtig. Sollte ich mich mal verrannt haben, kann ich das zugeben und lasse es dann lieber ganz, bevor ich es halb erldige. Das alles funtkioniert nur dadurch, dass ich mich kenne, weiß was ich kann und was nicht, Abstriche mache und mich permanent und überall reflektiere. Ich habe einen gewissen Anspruch an mich.
Das Problem liegt nun darin, dass ich auch von anderen einiges erwarte. Für mich ist es wichtig, dass mein Gegenüber (ein echtes Gegenüber z. B. in der Partnerschaft oder Freundschaft) sich auch kennt, seine Grenzen und Fähigkeiten. Dann ist eine Basis da, mit der man arbeiten kann. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass jeder das gibt, was ihm der andere Wert ist. D. h. an dem was der andere bereit ist zu investieren, kann ich meinen Wert messen. (Umgekehrt ist es genauso.) Nun sehen das nicht alle Menschen so und nur wenige sind ehrlich zu sich selbst.
Wie gehe ich damit um, wenn ich jemanden sehr mag, aber seine Art so weit weg ist, von dem was ich will?
Ich weiß es noch nicht. Wenn ich es weiß, werde ich es Euch wissen lassen.