oder: Sozialgesellschaft – die nächste Stufe
Hintrgrund
In der Schule habe ich gelernt: Erst gab es die Agragesellschaft, darauf folgte im die Industriegesellschaft und von den 1970ern an bis heute leben wir in einer Dienstleistungsgesellschaft.
Jede dieser Stufen hat entwicklungstechnisch gesehen ihre Berechtigung, da mit jedem Wandel eine Verbesserung der Lebensumstände einherging. Vor zehn Jahren in meinem Unterricht (ich weiß nicht ob das heute noch so gemacht wird) haben wir die Staaten der Erde auf Grund der jeweiligen Situation einer Stufe zugeteilt (natürlich nicht alle – aber für jede Stufe fanden wir einige Beispiele). Entscheidend war dabei auch, wie die Menschen sich in solchen Gesellschaftsformen organisieren. In der Agragesellschaft hat(te) die Familie und die Gemeinde einen hohen Stellenwert, die Menschen waren auf einander angewiesen und hatte nur im Kollektiv eine Chance zu (über-)leben. In der Industriegesellschaft wurden diese Bande und Verbindungen gelöst, da man für Jobs umgezogen ist, Gemeinden, religiös und staatlich, verloren langsam an Bedeutung. In der Dienstleistungsgesellschaft und dem Wertewandel durch die 68er ergab sich eine Situation in der es moralisch und gesellschaftlich möglich ist, sein Leben frei von familiären, religiösen und gemeinschaftlichen Zwängen zu leben. Jeder war und ist mehr denn je „seines Glückes Schmied“.
Neue Sicht auf die Dinge
Im letzten Jahr hat sich nun meine Sicht auf die Welt und die Menschen radikal verändert. Dank Christian Spannagel, Lutz Berger, Jean-Pol Martin (vor allem seiner Neuronenmetaoher) und vieler anderer habe ich angefangen in anderen Kategorien zu denken. Ich sehe den Menschen nicht mehr als den „Einzelkämpfer“. In Gruppen, Communities, vereint in Interessengemeinschaften ist der Mensch stärker als alleine.
Auch „neue Probleme“ in der Gesellschaft, denen sich die bisherigen Gesellschaftfomren nicht stellen mussten, haben mich in den letzten 12 Monaten zum nachdenken angeregt. Die oft dokumentierte Überalterung der Gesellschaft (durchschnittliche Lebenserwartung: Frauen, 82,4 Jahre in der BRD), erscheinen der Erkrankungen wie ADHS und Burnout, die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich und nicht zuletzt Volker Pispers kritischer Blick auf unsere Gesellschaft (Bsp: Schule)haben mich zu einer folgender Überlegung veranlasst:
Es ist Zeit für die nächste Stufe:
Die Sozialgesellschaft
Ziel dieser neuen Gesellschaftsform soll es auch sein, die Lebensumstände zu verbessern – aber nicht um den finanziellen Wohlstand des Einzelnen zu mehren. Viel mehr werden sich Menschen zusammenfinden, die die gleichen Interessen haben – sie werden gemeinsam eine Basis schaffen auf der sie ihre Pläne und Lebensentwürfe umsetzenkönnen. Wir werden anfangen (müssen) Menschen die im sozialen Sektor arbeiten besser zu bezahlen. Menschen müssen stärker und besser begleitet werden um sich in der Gesellschaft zurecht zu finden (sinnvolle Integration aller Menschen) – um in der Fülle der Möglichkeiten ihren Platz zu finden. Bildung in allen Bereichen des Lebens wird eine größere Rolle spielen. Denn nur gebildete Menschen, nur Menschen die wissen, was ihnen möglich ist, können ihre Zukunft sinnvoll und verantwortungsvoll mitgestalten.
Dieser Artikel stellt nur die Grundidee auf. In den folgenden Monaten werden Artikel folgen in denen ich einzelne Aspekte herausgreife und thematisiere.
Mag sein, dass ich ein Idealist bin oder meiner Zeit voraus oder dass ein anderer Mensch, das an anderer Stelle schon schöner und belegter beschrieben hat. Aber das ist in sehr kurzer Form Inhalt all meiner Gedanken und Wünsche. Verträumte Grüße
Ulrike









